Krankenfahrt in Berlin, die Alternative zum Krankentransport
Berlin gliedert sich in zwölf Bezirke, von denen jeder für sich die Größe einer Mittelstadt hat, und ein Weg zu einem Termin endet in Berlin nicht zwangsläufig im eigenen Bezirk. Über katew beschreiben Sie die benötigte Fahrt ein einziges Mal und erreichen konzessionierte Fahrdienste im gesamten Stadtgebiet, sitzend, im Rollstuhl, im Tragestuhl oder liegend.
Wichtig: katew vermittelt ausschließlich nicht-medizinische Krankenfahrten in Berlin, also sitzende Fahrten, Rollstuhl- und Tragestuhlfahrten sowie einfache Liegendfahrten ohne medizinische Betreuung während der Fahrt. Einen qualifizierten Krankentransport im Sinne des Rettungsdienstrechts, also die Beförderung mit fachlicher Betreuung in einem Krankentransportwagen (KTW), bietet und vermittelt katew nicht. Den qualifizierten Krankentransport führen in Berlin ausschließlich die Aufgabenträger des Rettungsdienstes und die an ihm Beteiligten durch. katew gehört nicht dazu und vermittelt ihn nicht. Fordern Sie diesen bitte über die Leitstelle unter der 19222 an. In lebensbedrohlichen Notfällen wählen Sie die 112.

Krankenfahrt Berlin, stadtweit anfragen.
Über katew können Sie Fahrten im gesamten Stadtgebiet von Berlin anfragen, auch in den folgenden Bezirken und Stadtteilen. Eine Zusage kann katew nicht geben.
- Mitte
- Charlottenburg-Wilmersdorf
- Pankow
- Spandau
- Steglitz-Zehlendorf
- Tempelhof-Schöneberg
- Neukölln
- Treptow-Köpenick
- Marzahn-Hellersdorf
- Lichtenberg
- Reinickendorf
- Friedrichshain-Kreuzberg
So wird in Berlin befördert.
Welche Art infrage kommt, steht auf der ärztlichen Verordnung. Alle vier sind nicht-medizinische Krankenfahrten, also ohne fachliche Betreuung während der Fahrt.

Symbolbild, KI-generiert
Sitzend
Der Regelfall. Fahrgast steigt selbst ein, sitzt angeschnallt auf dem Rücksitz.

Symbolbild, KI-generiert
Rollstuhl
Der Rollstuhl bleibt unter dem Fahrgast. Verladen wird über Rampe oder Lift, gesichert im Fahrzeug.

Symbolbild, KI-generiert
Tragestuhl
Für Treppen ohne Aufzug. Zwei Personen tragen den Fahrgast im Stuhl bis zum Fahrzeug.

Symbolbild, KI-generiert. Fahrt im Liegen, ohne medizinische Betreuung.
Liegend
Wenn Sitzen aus gesundheitlichen Gründen nicht geht. Ohne medizinisch-fachliche Betreuung während der Fahrt.
Vier Beförderungsarten für Wege durch Berlin
Die sitzende Fahrt ist der Regelfall. Sie genügt, solange der Fahrgast mit etwas Hilfe am Arm einsteigen kann, und deckt einen Termin am anderen Ende von Berlin genauso ab wie die Kontrolle bei einer Fachpraxis im eigenen Bezirk.
Die Rollstuhlfahrt braucht ein Fahrzeug mit Rampe oder Hecklift. Der Stuhl wird in Bodenschienen gesetzt, der Fahrgast bleibt darin sitzen. Weil in Berlin sehr unterschiedliche Modelle unterwegs sind, entscheiden Bauart, Breite und Gesamtgewicht darüber, welcher Wagen kommt.
Die Tragestuhlfahrt löst das häufigste bauliche Problem der Stadt. In den Altbauquartieren von Friedrichshain-Kreuzberg, Pankow und Neukölln liegen viele Wohnungen im vierten oder fünften Stock, der Aufzug fehlt, das Treppenauge ist eng. Zwei Kräfte tragen den Fahrgast im Stuhl hinunter, das ist Trageleistung und keine Behandlung.
Die einfache Liegendfahrt gilt für Menschen, die nicht sitzen können, deren Zustand aber stabil ist. Weil unterwegs niemand überwacht wird, ist sie kein Krankentransport.
Fünf Zeichen, an denen sich ein Fahrdienst in Berlin bewährt
- Er fragt, bevor er zusagt. Stockwerk, Aufzug, Türbreite, Bauart und Gewicht des Rollstuhls, Dauer am Ziel. Wer nur Adresse und Uhrzeit aufnimmt, hat nicht geplant.
- Er nennt ein Zeitfenster statt einer Minute. Eine Krankenfahrt quer durch Berlin lässt sich nicht minutengenau zusagen, und ein ehrlicher Betrieb sagt genau das.
- Er klärt die Rückholung mit, samt Nummer, unter der er erreichbar ist, wenn der Termin länger dauert.
- Er legt seine Papiere offen: Genehmigung nach dem Personenbeförderungsgesetz und Personenbeförderungsschein.
- Er zieht die Grenze selbst. Wer unterwegs Betreuung braucht, gehört zum Rettungsdienst. Ein guter Betrieb sagt das, statt die Fahrt trotzdem anzunehmen.
Diese fünf Punkte kosten am Telefon zwei Minuten und entscheiden bei einer Krankenfahrt in Berlin öfter über den Verlauf des Tages als der Preis.
Wo in Berlin die Grenze zum Krankentransport verläuft
Es gibt genau ein Kriterium: Muss während der Fahrt jemand medizinisch eingreifen können? Wenn nein, ist es eine Krankenfahrt, und die fährt ein Taxi- oder Mietwagenbetrieb mit Genehmigung nach dem Personenbeförderungsgesetz. Wenn ja, ist es ein qualifizierter Krankentransport, ärztlich angeordnet und über die Berliner Leitstelle unter 19222 angefordert.
Weder ein Rollstuhl noch eine liegende Beförderung entscheiden diese Frage. Beides sind Fragen der Technik, nicht der Versorgung. Für den weit überwiegenden Teil der Wege in Berlin, also ambulante Termine, Dialyse, Bestrahlung, Aufnahme und Entlassung ohne Überwachungsbedarf, ist die Krankenfahrt der richtige und deutlich günstigere Weg.
Warum ein Fahrdienst in Berlin öfter absagt als anderswo
Absagen haben in dieser Stadt selten mit Unwillen zu tun, sondern mit Geografie. Ein Betrieb, der seinen Standort in Spandau hat, kalkuliert eine Abholung in Treptow-Köpenick anders als eine im eigenen Bezirk, weil die Leerfahrt hin und zurück den halben Vormittag frisst. Wer das weiß, formuliert seine Anfrage anders.
Hilfreich ist deshalb weniger eine lange Angabenliste als die richtige Reihenfolge im Kopf. Beginnen Sie mit dem Termin, nicht mit der Abholzeit: Aus der Ankunft rechnet ein Berliner Betrieb rückwärts und kennt seinen Anfahrtsweg besser als Sie. Sagen Sie dann, wie lange Sie am Ziel voraussichtlich bleiben, denn daran entscheidet sich, ob sich Warten lohnt oder eine zweite Anfahrt nötig wird. Und erwähnen Sie zuletzt alles, was Zeit an der Haustür kostet: Stockwerk, Aufzug, Türbreite, ein sperriges Hilfsmittel, eine mitfahrende Person.
Wer stattdessen nur Adresse und Uhrzeit nennt, bekommt entweder eine Absage oder ein Fahrzeug, das nicht passt. Beides kostet mehr Zeit als die zwei Minuten, die diese Angaben gebraucht hätten.
Krankenfahrt in Berlin, die Schritte in der richtigen Reihenfolge
Bevor in Berlin ein Fahrzeug zu einer Krankenfahrt losfährt, sind mehrere Entscheidungen gefallen, und keine davon trifft der Fahrdienst:
- Der erste Schritt gehört der Praxis. Sie prüft, ob die Fahrt im Zusammenhang mit einer Kassenleistung zwingend medizinisch notwendig ist. Diese Prüfung können ärztliche, zahnärztliche und psychotherapeutische Praxen vornehmen, dazu Krankenhäuser bei tagesstationärer Behandlung und im Entlassmanagement.
- Der Maßstab ist der direkte Weg. Anerkannt sind in der Regel nur Fahrten zwischen dem Aufenthaltsort und der nächsten erreichbaren geeigneten Behandlungsmöglichkeit. Der zwingende medizinische Grund gehört auf die Verordnung, und Hinweg und Rückweg werden getrennt beurteilt.
Zwischen Feststellung und Krankenfahrt liegt ein Formular. Muster 4, in der Regel vor der Fahrt ausgestellt. Die Feststellungen dafür sind auch per Videosprechstunde möglich, ein Anspruch darauf besteht allerdings nicht.
- Ob die Kasse zustimmen muss, hängt am Anlass. Krankenfahrten zur ambulanten Behandlung sind genehmigungspflichtig, Fahrten zu stationären Leistungen und zur ambulanten Operation nicht. Im genehmigungspflichtigen Fall ist die Verordnung frühzeitig vorzulegen.
- Am Schluss steht die Anfrage beim Betrieb. Sie braucht Abholort, Ziel, Zeitpunkt und Beförderungsart. Über katew geben Sie das einmal an, statt in Berlin nacheinander zu telefonieren.
- Vier Dinge liegen bei Ihnen: in der Praxis nach der Verordnung fragen, Merkzeichen oder Pflegegrad bei der Verordnung nachweisen, mit der Krankenkasse klären, ob eine Genehmigung nötig ist, und die Krankenfahrt bestellen.
Der Fahrdienst kann keinen dieser Schritte nachholen, deshalb gehören sie vor die Bestellung der Krankenfahrt.

Wann eine Krankenfahrt in Berlin zulasten der Krankenkasse geht
Wer in Berlin eine Krankenfahrt braucht, will zuerst wissen, wer sie bezahlt. Die Antwort fällt je nach Anlass unterschiedlich aus:
- Stationäre Leistungen. Eine Krankenfahrt ab Berlin in die Klinik und zurück ist ohne Genehmigung gedeckt.
- Neu seit der Fassung von 2025: die tagesstationäre Behandlung. Das Krankenhaus verordnet, Merkzeichen aG, Bl oder H oder Pflegegrad 3, 4 oder 5 vorausgesetzt.
- Ambulante Operation. Im Krankenhaus oder in der Praxis, samt Vor- und Nachbehandlung, wenn ein stationärer Aufenthalt entfällt. Ohne Genehmigung.
- Die vorstationäre Abklärung und die nachstationäre Kontrolle. Beide gelten wie eine stationäre Behandlung, wenn sie den Aufenthalt verkürzen oder vermeiden.
- Schwerbehindertenausweis oder Pflegegradbescheid. Mit aG, Bl oder H oder mit Pflegegrad 4 oder 5 entfällt das Genehmigungsverfahren, bei Pflegegrad 3 nur mit dauerhaft eingeschränkter Mobilität.
- Ohne Nachweis, aber vergleichbar eingeschränkt. Die Richtlinie lässt das zu, wenn zugleich eine längere ambulante Behandlung ansteht.
- Vorsorge und geriatrische Ambulanz. Die Richtlinie stellt beides der ambulanten Behandlung gleich.
- Serientermine in der ambulanten Behandlung. Hohe Behandlungsfrequenz und erhebliche Beeinträchtigung. Dialyse, onkologische Strahlentherapie und parenterale onkologische Chemotherapie erfüllen das in der Regel. Mit Genehmigung.
- Nicht über die Verordnung: Reha und Anschlussheilbehandlung. Die Reisekosten regelt die Kasse selbst.
- Fahrten des Rettungsdienstes. Gedeckt unabhängig von einer Aufnahme, angefordert über die Leitstelle.
Mit dem eigenen Auto oder mit Bus und Bahn braucht es keine Verordnung, sonst schon: Muster 4, mit dem zwingenden medizinischen Grund. Es bleiben zehn Prozent Zuzahlung je Fahrt, mindestens fünf und höchstens zehn Euro. Befreit ist nur, wer die Belastungsgrenze überschritten hat. Die Kostenübernahme einer Krankenfahrt in Berlin entscheidet die Krankenkasse.
Kostenübernahme in Berlin, Verordnung und Genehmigung
Zwei Stationen auf dem Weg zur bezahlten Fahrt werden regelmäßig verwechselt.
Die Verordnung. Sie kommt aus der Praxis oder der Klinik, meist auf dem Formular Muster 4. Wichtig: Nicht der Fahrdienst entscheidet, was verordnet wird, sondern die Ärztin oder der Arzt.
Die Genehmigung. Wer bei einer Serie von Behandlungen fährt, sollte sie für die ganze Serie beantragen und nicht für jede einzelne Fahrt.
Ein Hinweis, der in Berlin oft hilft: Wenn eine Ablehnung kommt, lohnt der Blick auf die Begründung. Häufig fehlt nur eine Angabe zur dauerhaften Mobilitätseinschränkung, und die lässt sich nachreichen.
Drei Missverständnisse über katew in Berlin
"katew ist ein Fahrdienst." Nein. Es gibt keine Fahrzeuge, kein Fahrpersonal und keine eigene Tour. katew ist die Infrastruktur für Krankenfahrten, über die Ihre Anfrage konzessionierte Betriebe in Berlin erreicht. Gefahren wird von diesen Betrieben, und mit ihnen, nicht mit katew, kommt der Beförderungsvertrag zustande.
"Wer anfragt, bekommt eine Fahrt." Auch nein. Ob ein Betrieb zusagt, entscheidet sein Tourenplan. Ein Anspruch auf eine Zusage entsteht durch die Anfrage nicht, und wie viele Rückmeldungen kommen, hängt an Strecke, Uhrzeit und Auslastung.
"Freigeschaltet heißt, dass alles geprüft ist." Nein, und deshalb sagen wir, was katew ansieht: die Genehmigung nach dem Personenbeförderungsgesetz und einen Personenbeförderungsschein. Beides legt der Fahrdienst bei der Aufnahme vor, und ohne Freischaltung steht er in Berlin nicht in der Suche. Versicherung, Fahrzeuge, pflegerische Qualifikationen, Hygienekonzepte und die Fahrweise im Einzelfall sind nicht Gegenstand dieser Sichtung, die Angaben zum Fahrzeug macht der Betrieb selbst. Für Sie ist die Nutzung kostenfrei, vergütet wird katew vom Fahrdienst.
Warum eine Anfrage nach einer Krankenfahrt in Berlin anders läuft als eine Telefonrunde
Was eine Anfrage nach einer Krankenfahrt in Berlin über katew ausmacht, sind vier nüchterne Dinge:
- Zuerst die Auswahl. Aus den Treffern in Berlin markieren Sie, wer die Anfrage bekommt. Das ist Ihre Entscheidung und keine Voreinstellung, die Sie hinnehmen müssen.
- Die Anfrage bleibt auffindbar. Jeder Vorgang wird unter einer eigenen Nummer geführt, bei Ihnen im Konto und beim angefragten Betrieb.
- Kein Preis auf Zuruf. Bei Selbstzahlung berechnet die Suche den Betrag je Betrieb aus dessen Grundpreis und Kilometersatz für genau diese Strecke.
- Am Ende steht eine Antwort, so oder so. Bestätigt ein Betrieb, ist der Vorgang für die anderen erledigt. Bestätigt keiner, werden Sie benachrichtigt. Einen Anspruch auf eine Zusage begründet die Anfrage nicht.
Was danach passiert, entscheidet der Tourenplan des Betriebs in Berlin, nicht die Technik davor.
